AbsoluteBollocksCreations – „Fitness soll Spaß machen!“


← Zurück zu FTMS

Dynamische Trainingsprofile

Dynamische Profile ermöglichen es deinem FTMS-Datenfeld, die Geschwindigkeit, Steigung, den Widerstand oder die Leistung deines Smart Trainers während eines Trainings automatisch anzupassen. Du kannst eigene Intervalle, Hügelprofile, Pyramiden oder Dauerläufe erstellen – und die App steuert den Trainer für dich.

Wenn die Profil-Strings unten etwas „technisch“ aussehen, keine Sorge – du kannst die Beispiele einfach kopieren und nur ein paar Zahlen anpassen, bis du ein Profil hast, das zu dir passt.

Wo die Profile gespeichert werden

Jedes FTMS-Datenfeld verfügt über 3 Profil-Slots: Profil 1, Profil 2 und Profil 3. Du kannst Profile in den Einstellungen des Datenfelds ein- oder ausschalten und bearbeiten:

Während des Trainings siehst du, wie der Trainer sich im Verlauf anpasst, und du kannst die Veränderungen von Geschwindigkeit / Steigung / Widerstand / Leistung auf der Registerkarte Diagramme in Garmin Connect sehen, nachdem du die Aktivität gespeichert hast.

Profileinstellungen in Connect IQ     Intervall-Daten mit variablem Widerstand

Wie Profil-Strings funktionieren (Kurzfassung)

Ein Profil ist nur eine Textzeile, die aus Elementen besteht, die durch Kommata (,) getrennt sind. Jedes Element sagt dem Trainer:

Jedes Element kann Parameter für eine oder mehrere Steuerungen enthalten. Du kannst also z. B. Geschwindigkeit, Steigung und Widerstand mit einem einzigen Element gleichzeitig steuern.

Hinweis: Das Setzen der Leistung wird im Allgemeinen nur von höherwertigen Bike-Trainern unterstützt, die den Erg-Modus anbieten. Das Setzen der Leistung ersetzt dabei normalerweise den Widerstand. Das Bike versucht dann, eine konstante Leistung zu halten, indem es den Widerstand dynamisch anpasst, während sich deine Geschwindigkeit und Trittfrequenz ändern. Ein sehr hochwertiger Trainer kann ggf. Leistung und Steigung oder Widerstand und Steigung unterstützen, aber Leistung und Widerstand sind in der Regel gegenseitig ausgeschlossen.

Beispiel:

S:5.0-D:60, S:7.0-D:30

Das bedeutet:

Bausteine eines Elements

Jedes Element besteht aus einer oder mehreren Komponenten. Du kannst diese frei kombinieren:

Code Bedeutung Beispiel Einheiten
S Speed (Geschwindigkeit) S:5.5 km/h
I Incline (Steigung) I:6.5 % Steigung
R Widerstandsstufe R:10 Gerätespezifische Stufe
P Leistung P:180 Watt
D Dauer D:45 Sekunden
W Warmup-Flag W (kein Wert oder Einheit, siehe Beschreibung unten)

Innerhalb eines Elements werden die Komponenten mit Bindestrichen (-) verbunden:

S:5.5-I:3-D:60

Das bedeutet „Geschwindigkeit 5,5 km/h, Steigung 3 %, halten für 60 Sekunden“.

Faustregeln:

Warmups (optional)

Du kannst bestimmte Elemente als Aufwärmphase markieren, sodass sie nur einmal zu Beginn des Trainings laufen. Füge dazu ein W- am Anfang des Elements ein.

Warmup-Elemente sollten in der richtigen Reihenfolge am Anfang des Profils stehen (nicht zwingend erforderlich, aber bewährte Praxis).

Beispiel mit Warmup:

W-S:3.0-D:120, S:5.0-D:60, S:7.0-D:30

Was passiert:

  1. Aufwärmen: 3,0 km/h für 120 Sekunden (läuft einmal)
  2. Hauptteil:
    • 5,0 km/h für 60 Sekunden
    • 7,0 km/h für 30 Sekunden
    Diese 60/30-Sequenz wird wiederholt, bis du die Aktivität stoppst.

Fertige Beispiel-Workouts

Du kannst jedes dieser Beispiele in einen Profil-Slot kopieren und die Werte nach Bedarf anpassen. Achte immer darauf, dass die Werte für dein Fitnesslevel und dein Gerät sicher und sinnvoll sind.

1. Einfache Laufband-Intervalle (nur Geschwindigkeit)

Ziel: Abwechselnd lockeres und schnelles Tempo.

S:5.0-D:60, S:7.0-D:30

1 Minute bei 5,0 km/h, dann 30 Sekunden bei 7,0 km/h – wiederholt sich, solange die Aktivität läuft.

2. Ellipsentrainer-Hügel (Steigung + Widerstand)

Ziel: Sanftes Aufwärmen, dann rollende Hügel.

W-I:2-R:5-D:120, W-I:4-R:7-D:120, I:6-R:9-D:90, I:10-R:11-D:45

Zwei Aufwärm-Schritte mit niedriger Steigung und geringem Widerstand, gefolgt von einem wiederkehrenden Muster aus moderaten Hügeln und steileren, anstrengenderen Segmenten.

3. Ruder-Power-Steps (Widerstand)

Ziel: Belastung langsam steigern und dann auf hohem Niveau halten.

W-R:4-D:60, W-R:6-D:60, R:8-D:90, R:10-D:90

Aufwärmen mit Widerstand 4 und 6, danach abwechselnd 90 Sekunden bei Widerstand 8 und 10.

4. Laufband-Hügelpyramide (Steigung bei konstanter Geschwindigkeit)

Ziel: Auf- und absteigende Hügelpyramide bei gleichbleibendem Tempo.

W-S:4.5-D:120, S:5.5-I:2-D:60, S:5.5-I:4-D:60, S:5.5-I:6-D:60, S:5.5-I:4-D:60, S:5.5-I:2-D:60

2 Minuten Aufwärmen bei 4,5 km/h, danach 5,5 km/h, während die Steigung von 2 → 4 → 6 % ansteigt und wieder abfällt. Diese Pyramide wiederholt sich, bis du stoppst.

5. Bike-Power-Intervalle (Leistungsziele)

Ziel: Abwechselnde Blöcke mit moderater und hoher Leistung.

W-P:120-D:120, P:150-D:60, P:200-D:60

2 Minuten Aufwärmen bei 120 W, dann ein wiederkehrendes Muster aus 150 W für 60 Sekunden und 200 W für 60 Sekunden. (Dein Trainer muss Leistungssteuerung unterstützen, damit dies funktioniert.)

Tipps & typische Stolpersteine

Wenn du unsicher bist, ob dein Profil gültig ist, starte mit einem der obigen Beispiele, ändere nur eine einzige Zahl und teste erneut. Kleine Änderungen lassen sich deutlich leichter debuggen als ein komplett neues Profil.


Allgemeine Geschäftsbedingungen  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt